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Gelungener Schallschutz

Gerade bei Laminat oder einem Dielenboden ist oft jedes Geräusch zu hören, was aus der Wohnung eine Etage höher kommt. Schritte, der Staubsauger oder das Kind was auf dem Boden sitzt und trommelt, der Krach dringt meist ungehindert zu den Nachbarn und ist ein Garant für Streit.

Dieses Problem kann aber mit der richtigen Trittschalldämmung behoben werden. Leider ist es so, dass Mieter keinen gesetzlich geregelten Anspruch auf eine Trittschalldämmung haben, der Vermieter kann also nicht dazu gezwungen werden. Werden allerdings sowieso Umbaumaßnahmen vorgenommen, ist er verpflichtet, eine Schalldämmung nach neuen und aktuellen Maßstäben einzubauen. Gesetzlich gewährleistet ist für jeden Mieter das Recht auf einen Schallschutz ab einem Grenzwert von 52 Dezibel. Den erhöhten Schallschutz von 46 kann ein Mieter nicht standardmäßig verlangen, sondern hat nur Anspruch darauf, wenn ihm dieser vom Vermieter zugesagt wurde.

Doch auch Mieter können etwas zu einem angenehmen Klima und einem guten Verhältnis mit den Nachbarn beitragen. Wird ein neues Parkett oder Laminat verlegt, kann mit wenigen Kosten und Aufwand eine Trittschalldämmung berücksichtigt werden, die die Nutzungsgeräusche minimieren.

Wozu ein Schallschutzfenster?

Wer hat es nicht gerne ruhig in den eigenen vier Wänden? Eine stetige Lärmbelästigung kann schließlich extrem störend sein und auf Dauer die Lebensqualität senken. Besonders Menschen, die in der Nähe von viel befahrenen Straßen oder etwa in Autobahn- oder Flughafennähe wohnen, sind oft durch enorme Geräuschemissionen belastet.

Doch eine Hilfe, um die Lärmbelästigung möglichst gering zu halten, gibt es: Schallschutzfenster. Schallschutzfenster sind vom Aufbau normalen Isolierglasfenstern ähnlich. Sie unterscheiden sich von ihnen jedoch im Detail. Bei Schallschutzfenstern sind – ihrem Zweck entsprechend – die Scheiben dicker, der Abstand zwischen den Gläsern ist größer und zwischen den Scheiben wird  spezielles Schallschutzglas verwendet. Und auch die Fugendichtungen und der Fensterrahmen müssen schalldämmende Eigenschaften aufweisen.

Schallschutzfenster werden in sechs verschiedene Schallschutzklassen unterteilt. Die Lautstärkenminderung reicht – je nach Klasse – von 25 bis 50 und mehr Dezibel. Dass der Schallschutz nur bei geschlossenem Fenster greift, versteht sich von selbst. An stark befahrenen Straßen kann sich zusätzlich zum Schallschutzfenster eine  Lüftungsanlage empfehlen. Auf diese Weise gelangt zwar frische Luft in die Wohnung, der Lärm hingegen wird jedoch ferngehalten. Übrigens, ohne fachgerechten Einbau auch keine Schallschutzwirkung!

Der optimale Schallschutz

Bei der Planung und Ausführung des neuen Eigenheimes wird häufig eines vergessen. Der Schallschutz. Aber es gibt nichts ärgerlicheres als wenn beim Bau des neuen Hauses zwar alles ohne Probleme vonstatten ging, in dem man schließlich aber einer permanenten Lärmbelästigung ausgesetzt ist. Die Vorsorge durch Schutz gegen Wetterschäden wird meistens mit eingeplant, der Schutz gegen den Schall wird häufig vergessen. Aber Lärmbelästigung ist eine mindesten genauso große Störung, da sie uns unmittelbar in unserem Lebensraum betrifft. Deswegen sollten Bauherren bei der Konzeption ihres Hauses auf keinen Fall den richtigen Schallschutz vernachlässigen. Besonders für Familien mit kleinen Kindern ist es ungemein wichtig für eine angenehme akustische Atmosphäre zu sorgen.

Grundsätzlich unterscheidet man verschiedene Quellen und Träger des Schalls: Es gibt den Trittschall, den Körperschall und den Luftschall. Trittschall geht natürlich von den Tritten aus und wird über die Decke, den Boden und die Wände weitergeleitet. Der Körperschall wird nicht von Körpern, sondern vor allem von Maschinen erzeugt und weitergeleitet. Die Luft darf als störender Träger von Schallwellen natürlich ebenso wenig vergessen werden. Schall wird in Dezibel (db) gemessen: das heißt je besser ein Schalldamm ist, desto weniger Schall dringt durch.

Eine wirkungsvolle Schalldämmung lässt sich häufig mit einer Wärmedämmung verbinden und sollte deswegen von vorne herein gemeinsam geplant werden. Als grundsätzliche Regel gilt, dass Schall bei starren und robusten Konstruktionen besser vermittelt wird, als bei durchlässigeren Materialien. Dennoch ist der beste Schutz gegen natürlich Masse. Eine massive Wand hält Lärm immer noch am besten draußen. Idealerweise handelt es sich um eine zweischalige Wandstruktur in einer Verbindung mit schalldämpfenden Materialen. Bei dieser optimalen Lösung, werden Probleme mit dem Lärm, vermutlich gar nicht erst auftauchen.