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Teuer aber effizient: Das Passivhausfenster

Passivhaus-Fenster sind durch ihre Dreifachverglasung in ihrer Dämmleistung fast so effektiv wie die richtigen Hauswände. Das klingt für Fenster erstmal unglaubwürdig aber tatsächlich sinkt die Oberflächentemperatur selbst in frostigen Zeiten nicht unter 17°C. Somit kann dann auf eine aktive Heizung verzichtet werden.
Allerdings sind die Passivhaus-Fenster auch nicht ganz billig, Qualität hat ihren Preis und der beträgt fast 10 % der der gesamten Bauwerkskosten, das sind meist circa 120€ pro Quadratmeter Wohnfläche. Dabei ist es überraschend, dass die Kunststoff-Rahmen sogar teurer sind als Holzrahmen. Aber egal wie teuer sie sein mögen, die Kosten hat man durch die gesparte Energie im Laufe der Gebrauchsdauer definitiv wieder drin.

Doch wie kommt die effiziente Dämmleistung zu Stande? Das Geheimnis ist die Verbindung von hochentwickelter Wärmeschutzverglasung und speziellem Fensterrahmen. Die Dreifachverglasung besteht aus drei hauchdünnen Scheiben die mit Metall beschichtet sind um die Wärme zu blocken und in den Zwischenräumen befindet sich nicht-leitfähiges Edelgas. Auch die Rahmen sind aufwendig zusammengesetzt , der dämmende Polyurethanschaum-Kern ist umhüllt von Holz und Aluminiumblech. Die Luftkammern im Innern trennen Fenster und Hauswand. Die Montage muss dementsprechend luftdicht erfolgen, dafür gibt es unter anderem es spezielle Dichtungsbänder um Lücken zu vermeiden.

Beim Kauf sollte man außerdem immer auf das CE-Siegel achten, dass die Einhaltung der EU-Normen garantiert.

Automatisch lüften

Ausgebaute Dachstühle sind meistens eine tolle Wohlfühloase, doch gerade jetzt im Sommer kann es unter dem Estrich unerträglich werden. Bei tropischen Temperaturen erhitzen sich die Wohnräume in den oberen Gebieten des Hauses natürlich um ein Vielfaches, deswegen ist eine gute Lüftung dieser Wohnbereiche sehr wichtig für das eigene Wohlbefinden und auch für die Erhaltung eines guten Klimas in den Räumen. Steht die Luft erst einmal so richtig dick braucht es schon seine Zeit bis die Räume wieder eine angenehmen Temperatur haben.

Praktisch sind automatische Dachfenster. Diese spenden erholsame Frische Luft und lassen immer ein leichtes Lüftchen wehen. Praktisch ist dass diese Fenster per Fernsteuerung betrieben werden. Kein lästiges Öffnen und Schließen per Hand ist mehr nötig. Die verbrauchte, aufgeheizte Luft kann so regelmäßig nach draußen befördert werden und Platz für frischen, neuen Sauerstoff machen.

Ganz besonders toll ist, dass sich diese Fenster bei Regen automatisch schließen. Ein Regensensor schließt die Fenster sofort falls es dann doch mal etwas nass werden sollte.

Dachfenster bieten besonders viel Licht in den oberen Wohnräumen und sind der optimale Frischluftversorger. Aufgrund der Art des Fensters und der Größe kann das höchste Maß an Frischluft einströmen. Vor allem in älteren Häuser lohnt sich der einbau solcher Fenster. Denn durch falsches Lüften und wenig frische Luft kann Schimmel entstehen. Ist der Schimmel erst einmal im Haus ist er so schnell nicht mehr zu vertreiben.

Außerdem ist eine gute Frischluftversorgung im Alltag sehr wichtig für uns, bis zu 15 Kilogramm Sauerstoff benötigt unser Körper am Tag. Auch die Regulierung der Luftfeuchtigkeit ist wichtig für uns. Wer über einen Ausbau des Dachstuhls nachdenkt oder seinen modernisieren will, sollte über diese Investition auf jeden Fall nachdenken!

Gesund wohnen und leben

Mittlerweile verbringen wir neun von zehn Stunden am Tag in geschlossenen Räumlichkeiten. Umso wichtiger ist, dass diese Räumlichkeiten eine angenehme Umgebung für uns bilden und uns ausreichend mit frischer Luft und einem guten Klima versorgen.  Fühlen wir uns in einem Gebäude wohl, fällt es uns sehr viel einfacher dort zu leben oder zu arbeiten. Deswegen wird bei Neubauten immer mehr auf die Beschaffenheit der Baumaterialen und die Gestaltung geachtet.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Beratungsfachstellen die auf die Möglichkeiten beim Neubau hinweisen. Es gibt etliche Störfaktoren die uns bewusst und unbewusst beeinflussen. Diese Faktoren können mit einer fachmännischen Beratung vermieden werden. Besonders wichtig ist hierbei auch die effiziente Nutzung von Materialien. Vor allem nachwachsende Rohstoffe werden im Hausbau immer bedeutender.

Viele Menschen achten nicht darauf, wie beispielsweise ihre Schlafräume gestaltet sind. Dabei sollte es doch vor allem in unseren Ruheräumen Priorität haben, dass eine Entspannung aufgrund guter Materialien möglich wird. Störende Aspekte und überfüllte Zimmer sollten hier weites gehend minimiert werden.

Viele wissen auch nicht, dass gewisse Erkrankungen wie Allergien aus der Welt geschafft werden können indem man seine Wohnräume umgestaltet. Hausstaub und Milben beispielsweise können ganz einfach durch den Einbau von Holzböden oder Fließen verschwinden.

Wer neu baut sollte sich über die Möglichkeiten aufklären lassen, denn mittlerweile steht wirklich ein grßes Angebot zur Verfügung wie man sein Haus umweltbewusst und gesund erbauen kann. In Zusammenarbeit mit guten Architekten lässt sich so ein Traumhaus bauen, dass dazu noch Energieschonend klimatisiert und betrieben werden kann und zusätzlich durch die Verwendung von natürlichem Material gut für die eigene Gesundheit ist.

Auch am Arbeitsplatz wird unterdessen verstärkt auf ein angenehmes Klima geachtet, denn wo man sich wohl fühlt ist man immerhin am leistungsfähigsten.

Dämmen oder neue Fenster?

Das Thema Dämmung wird immer wichtiger für Hausbesitzer. Nicht nur aufgrund der verschärften ökologischen Situation und der dringenden Erfordernis Energie zu sparen, sondern besonders angesichts der unaufhörlich kletternden Strom- und Heizkosten. Dabei gibt es verschiedene Wege Energiekosten einzusparen. Die beiden häufigsten sind neue Fenster und eine verbesserte Wärmedämmung.

Welche Variante für sie die richtige ist, hängt von einigen Faktoren ab. Zunächst einmal sollte sie die größte Schwachstelle in ihrem Haus lokalisieren. In Altbauten sind das Häufig die Fenster, die viel zu dünn sind und durch die spürbar die Außenluft eindringt. In diesem Fall ist zweifellos eine Sanierung der Fenster vorteilhaft. Eine Erneuerung der Fassadenisolierung sollte man vornehmen, wenn die Außenwand schon sichtbar brüchig ist. Für eine sehr genaue Feststellung der Schwachstellen im Haus, kann man auch ein Wärmebild erstellen lassen.

Wenn sie nach der Begutachtung ihres Hauses zu dem Schluss gekommen sind die Fenster zu erneuern, ist es ratsam gleich alle Fenster des Hauses auszutauschen. Der Kostenpunkt liegt pro Fenster bei mindestens 150 Euro und das exklusive der Montage also sollte man mit rund 200 Euro pro Fenster kalkulieren. Viele Firmen bieten bei einem Komplettaustausch aber einen Rabatt an, über den sie sich im voraus erkundigen sollten.

Wenn sie planen die Fassadendämmung zu erneuern um die Wärmeisolierung zu optimieren, dann müssen sie mit einer etwas höheren Summe rechnen. Im Durchschnitt zahlt man für ein Einfamilienhaus ca. 11.000 Euro. Langfristig betrachtet lohnt sich die Sanierung trotzdem, da man sich Isolierung bis zu 30 % verbessern lässt und dadurch bis zu 1.500 Euro sparen kann und sich die Ausgaben in nicht mal zehn Jahren bezahlt machen.

Eine Prüfung und Lokalisierung der Schwachstellen sollte aber auf jeden Fall immer der erste Schritt sein um das größte Sparpotential aufzudecken.

Das Problem mit dem Schimmel bei falscher Dämmung

Beim Bau des Eigenheimes ist die Dämmung der Außenwände ein wichtiger Aspekt, da bei guter Dämmung einige Kosten des Energieverbrauchs gesenkt werden können. Aber leider hat eine Dämmung auch negative Folgen, die erst später ersichtlich werden und bis hin zur Schimmelbildung führen können.

Außenwand

Zu beachten bei einer Außenwand ist, dass das Mauerwerk eine gute Kapillarität besitzen sollte, da sie die Fähigkeit zur Kapillartrocknung und somit eine Entfeuchtung der Bausubstanz ermöglicht. Eine sehr wichtige Rolle spielt auch die Feuchtigkeit der Raumluft im Haus, da der Wasserdampf sich besonders an kalten Stellen der Außenwände niederlässt. Der jeweilige Heizungstyp kann dies beeinflussen. Beispielsweise sparrt eine moderne Konvektionsheizung alle Raumecken systematisch aus, wodurch ein Abkühlungseffekt an den entsprechenden Außenwänden stattfindet, der den Feuchtigkeitsbefall fördert. Generell gilt, dass ein Feuchtigkeitsanfall in Bauteilen, die kälter als ihre Umgebungsluft sind, eine Schimmelbildung verursachen kann.

Ist die Wand wärmer als die umgebende Raumluft, kann sie demnach kein Kondenswasser aufnehmen. Allerdings besteht die Gefahr, dass aus der abgekühlten Außenluft nachts Kondensat aufgenommen wird. Hierbei kann Dämmstoff im Gegensatz zu massiven Baustoffen nicht genügend Wärme speichern und kühlt daher jede Nacht unter den sogenannten Taupunkt über mehrere Stunden hinweg aus. Man sieht dies unter anderem an Veralgungen oder der Aufnahme von Regenwasser im Material, da durch die Temperaturbelastung Risse entstehen.

Aus diesem Grund finden sich in der modernen Verarbeitung häufig zusätzliche Stoffe wie Pestizide (Fungizide/Alzigide), die giftig sind und mit der Zeit vom Regen aus der Fassade gespült werden. Dann gelangen sie in den Erdboden und belasten das Abwassersystem etc. Dies bezeichnet man als “Absaufen” von Wärmdämmverbundsystemen oder Dämmung hinter Vorhangfassaden, weil sie eingedrungenes Wasser nicht genug abtrocknen können. Außerdem kann eine Außenwärmedämmung kostenlose Solarenergie nicht speichern, da eine Verschattungswirkung entsteht und so eine Auskühlung vor allem im Herbst und Frühjahr zur Folge hat. Hinzu kommt, dass das Vernachlässien von Heizung und Lüftung auftritt, da eine scheinbare Erhöhung der Oberflächentemperatur an der Innenseite der Wand erzielt wird, dies aber lediglich die Schimmelbildung weiter fördert. Deshalb ist es wichtig zu beachten, dass eine angeblich gute Wärmedämmung an den Außenwänden also eher Probleme verursachen kann, die sogar zur Schimmelbildung im Haus führen können.

Fenster

Eine andere große Frage zur Dämmung betrifft Fenster, denn häufig passiert es, dass nach dem Einbau neuer Fenster mit besserer Wärmedämmung Schimmelflecken an den Rändern zu entdecken sind. Das liegt daran, dass eine besser Wärmedämmung einen Luftaustausch verhindert und doppelverglaste Fenster keine überschüssige Raumluftfeuchte absorbieren können wie dies bei älteren, einfach verglasten Fenstern möglich war. Als Folge kann das Raumluftkondensat nicht entweichen und wird vom Bauteil aufgenommen. Nur Fenster, die durch ausreichende Fugendurchlässigkeit den technisch und hygienischen Anforderungen gerecht werden, können schließlich eine Schimmelbildung verhindern.

Deshalb sollte unbedingt beachtet werden, dass die so oft wirtschaftlich gelobte Dämmstoffwerbung und die teilweise gesetzlich verpflichtende Dämmung nicht ohne Überprüfung verwendet werden sollten, da die Folgen enorm sein können. Eine wirtschaftliche Abwägung der Energiesparwirkung und der als Folgen entstehenden technischen Probleme der Dämmung sollte daher neu ermittelt werden. Am besten geschieht dies für einen Zeitraum von 10Jahren, denn wenn bis dahin die verzinsten Mehrkosten für die Energiespamassnahme nicht heringesaprt wurde, ist sie unwirtschaftlich und kann bei der Erwirkung einer Befreiung nach dem Energiespargesetz hilfreich sein, da gesetzlich das “Wirtschaftlichkeitsgebot” gilt.