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Die Außenwanddämmung

Wer Energie sparen will und ein altes Haus besitzt, dem sei eine Außenwanddämmung empfohlen. Durch eine zusätzliche Dämmung an der Außenwand des Objekts können die Wärmeverluste der Wand bis zu 90 % reduziert werden! So spart man sich horrende Heizkosten und tut auch noch etwas Gutes für die Umwelt.

Allgemein gilt, dass je älter Wände sind, umso mehr Energie verloren geht. Wände aus den 50er und 60er Jahren verlieren etwa im Durchschnitt zwischen vier und sechsmal so viel Heizenergie wie heutige Wände. Aber auch Wände aus den 80er und 90er Jahren verlieren immer noch zwei bis dreimal so viel Wärme wie heutige. Doch nicht nur Energie lässt sich durch eine zusätzliche Außendämmung sparen, auch die Schimmelgefahr geht stark zurück. Die Wände kühlen nicht mehr so stark aus und so bildet sich kein Tauwasser, der ja optimaler Nährboden für Schimmelpilze ist.

Eine Außendämmung kann auf zwei Arten erfolgen. Das erste Verfahren ist die Dämmung mit dem Wärmedämmverbundsystem, kurz „WDVS“. Das sind Dämmstoffplatten, die direkt auf die Wand aufgeklebt werden. Das Verfahren ist kostengünstig und kann sowohl beim Neubau als auch bei einer Sanierung verwendet werden. Bis auf strukturierte Fassaden wie etwa bei Jugendstilhäusern oder Sichtfachwerk kann das WDVS an jedem Mauerwerk angebracht werden. Werden nur genormte Baustoffe verwendet, ist eine weitere Zulassung oder Anerkennung vom Amt nicht erforderlich.

Die zweite Möglichkeit ist eine Außenwanddämmung mit einer hinterlüfteten Fassade. Darunter versteht man die Verkleidung der Außenwände mit einer Art Vorhang, eben einer hinterlüfteten Fassade. Oftmals ist diese aber reiner Witterungsschutz und gestalterisches Element. Dämmstoffe wurden in der Vergangenheit entweder gar nicht oder in viel zu dünnen Stärken eingebaut. Hier ist großer Nachholbedarf. Wer glaubt, die Hinterlüftung der Fassade dämme schon an sich, irrt. Denn diese ist nur dazu da, um Regenwasser und Wasserdampf abzuführen.

Algenbefall, ein gravierendes Problem

Schimmelbefall von Häusern ist ein großes und weit verbreitetes Problem. Allerdings unterdrückt die Popularität dieses Problems den Bekanntheitsgrad eines ganz anderen: Der Algenbefall. Besonders an frisch sanierten Häuserwänden gedeihen die Algen gut. Häuser werden mittlerweile immer besser gedämmt, was für die Algen besonders gut ist, denn auf gut gedämmten Fassaden sprießen sie am besten. Neben dem hässlichen Anblick einer von Algen befallenen Fassade gibt es große Risiken für Bewohner und Haus. Algen zerstören Fassade und Dämmung und können Krankheiten auslösen. Außerdem sind sie sehr schleimig und feucht, was den Schimmelbefall begünstigt.

Werden dann die Wohnungen und Häuser gelüftet, gelangen die Sporen in die Wohnung und somit in die unmittelbare Nähe der Bewohner. Wer längerfristig mit Schimmelpilz im Wohnraum lebt, riskiert Asthma und andere gefährliche und chronische Lungenkrankheiten. Auch die Haut reagiert auf Schimmelpilz mit Ekzemen und chronischem Leiden.

Ursache für den Befall von Algen und Schimmelpilz ist die starke Dämmung. Das Frauenhofer Institut kam zu dem Ergebnis, dass die Dämmung keine Sonnenwärme und auch keine Innenraumwärme aufnehmen könne und somit andauernd feucht ist.

Mit anderen, moderneren Dämmstoffen, die etwas durchlässiger sind, könnte sich das Problem in Luft auflösen, doch bereits sanierte Gebäude werden nicht wieder saniert. Als temporäre Lösung werden Farbe und Putz verwendet, auf denen Algen und Pilze nicht wachsen können.

Innovative Fassadendämmung

Die Trend im Hausbau geht immer mehr zu modernen umweltfreundlichen Passivhäusern, die inzwischen weite Verbreitung und große Zustimmung finden. Die Entwicklung der energiesparenden Passivhäusern hat dabei zugleich zu Innovationen im Bereich der Dämmung beigetragen.

Das Problem bei den modernen Niedrigenergie- oder Passivhäusern, ist die zunehmende Dämmdicke: In den letzten Jahren ist die Dämmung im Durchschnitt auf 10 cm gestiegen, aber mittlerweile sind auch 30 oder 40 cm Dicke keine Ausnahme mehr. Dadurch enstehen bei der Verarbeitung und Konstruktion allerdings häufig neue Platzprobleme mit anderen Einbauelementen wie Fensterbänken und Regenrinnen.

Aus diesem Grund richtete terranova ihre Entwicklungsabteilung darauf aus, die Dämmwirkung des Dämmmaterials zu optimieren, anstatt es schlicht dicker zu machen. Die Regel besagt, dass der Wärmeschutz besser und der Energieverlust umso niedriger ist, je kleiner der Wärmeleitwert ist. Bisher galt ein Wärmeleitwert von 0,040 W/mK als bester zu erreichender Wert bei mineralischen Dämmplatten für die Außenfassade. Mit dem neuen weber.therm 332 allerdings, kann terranova eine regelrechte Revolution in der Fassadendämmung auslösen. Denn hier wurde es erreicht den Wärmeleitwert um nochmals um 0,005 Punkte auf gerade einmal 0,035 W/mk zu senken. Angesichts dieser erfolgreichen Innovation, müssen sich jetzt auch andere Anbieter verbessern, so dass eine umfassende Bewegung in Gang gesetzt wurde, die den Wärmeleitwert noch weiter senken wird, so prophezeit der Marketingleiter von terranova. Für die Herstellung der Passivhäuser sind die verbesserten Baustoffe auf jeden Fall ein Gewinn, nicht allein aufgrund es höheren Dämmwertes. Ein weiterer Vorteil der avancierten Dämmplatte weber.therm 332 ist die überaus handliche Form, mit einer Größe von 42,4 x 80 cm. Dadurch ist sie enorm handhabbar und kann einfach in Selbstarbeit von einer einzelnen Person an die Fassade appliziert werden. Der Trend scheint sie also auch weiterhin fortzusetzen.