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Plastik sauber bohren

Immer teurer werden Dienstleistungen von Handwerkern. Da liegt es doch auf der Hand, in den eigenen vier Wänden so viel wie möglich selbst anzupacken. Heimwerken heißt das Stichwort. Doch dies ist oft gar nicht so leicht, wie man es sich vorstellt. Ohne eine entsprechende Ausbildung oder Vorkenntnisse können tapezieren, sägen, Boden verlegen oder kleine Reparaturen so wahrlichen Kraftakten werden.

Besonders Bohren ist eine oft unterschätzte Tätigkeit, bei der schon manchem ein Malheur passiert ist oder er erhebliche Verletzungen davongetragen hat. Oftmals sind elektrische Leitungen schuld, in die man unwissentlich hineinbohrt. Auch angebohrte Wasserleitungen können zu Schäden in Höhe von zehntausenden Euros führen. Daher sollte man sich vor geplanten Bohrungen über sämtliche Leitungen in den Wänden informieren. Auch das Wandmaterial sollte bedacht werden. Passend dazu muss die Stärke des Bohrers gewählt werden.

Eine Plackerei ist auch das Bohren in Plastik, Kunststoff oder PVC.

Wer kennt das nicht? Der Bohrer rutscht auf dem glatten Material hin und her, das Material reißt oder splittert beim Bohren und das Bohrloch sieht nicht sehr schön aus.

Wichtig ist, dass man das Bohrloch auf dem Material anzeichnet und sich um eine feste, standhafte Unterlage kümmert. Damit der Bohrer vor Beginn des Bohrens nicht wegrutscht, sollte man mit einem heißen Nagel ein kleines Loch an der Bohrstelle erhitzen. Dorthinein passt der Bohrer dann und hat perfekten Halt.

Dann sollte man, insofern man einen Bohrer mit veränderbarer Richtung besitzt, diesen entgegengesetzt der Schneidrichtung einstellen. Klingt komisch, erzielt aber enorme Wirkung: das Material wird durch die hohe Umdrehung des Bohrers extrem erhitzt und man bohrt das Loch nicht, sondern schmilzt es quasi ein. Gegebenenfalls kann man dann noch einmal mit der richtigen Drehrichtung nachbohren. Überstehende Reste werden mit den Fingern entfernt oder abgefeilt.