Artikel-Schlagworte: „Baustoffe“

Holz verarbeiten und pflegen

Holz zählt zu einem der beliebtesten Werkstoffe aufgrund seiner vielfältigen Einsatzbereiche und der Eigenschaft, Ästhetik und Pragmatik zusammenzubringen. Holz verbreitet zugleich wohnliche Atmosphäre und schickes Ambiente.

Doch es handelt sich hier auch um ein sehr anspruchsvolles Material, das vor allem im Außenbereich stark beansprucht wird. Licht, Wasser und Mikroorganismen wirken auf die Oberfläche des Baustoffs ein und lassen sie abgenutzt erscheinen oder sogar faulen. Aber sogar dann, wenn Holz bereits verwittert, dunkel oder fleckig ist, kann durch die richtige Pflege, eine frische, helle und ebenmäßige Optik wieder zurückgeholt werden. Dazu gibt es spezielle Produkte zum Auffrischen und Schützen der Holzflächen im Außenbereich. Diese werden beispielsweise in skandinavischen Ländern wie Norwegen erprobt, wo oft extreme Witterungsbedingungen wirken. Dennoch sieht man dort am häufigsten die typischen Holzhäuser und einige Produkte etablierten sich in diesen Breiten sehr schnell.

Bestimmte Holzlasuren sollen die Flächen im Außenbereich schützen und durch ihre Wirkstoffe auch neu verbaute Hölzer schön erhalten oder älteren Stücken die ursprüngliche frischere Optik wiedergeben.

Um dem Holz einen erfolgreichen Anstrich geben zu können, ist es wichtig, zunächst den Untergrund eingehend vorzubereiten. Denn dieser muss tragfähig und sauber sein. Dann kommt ein Anstrich zur Grundierung zum Einsatz und weiterhin zwei deckende Anstriche im gewünschten Farbton, der natürlich holzähnlich sein sollte, damit der Untergrund ein einheitliches Bild bietet. Zugleich soll das Schutz vor UV-Strahlen geben. Wer sich zur Vollendung der Optik noch Holzmaserungen wünscht, kann das mit einem Lasurauftrag vornehmen. Damit erreicht man nicht nur längerfristig ein frisches und einheitliches Bild, betritt man beispielsweise die neue Terasse. Auch wird durch das richtige behandeln der Flächen mit den entsprechenden Produkten Schutz über Jahre hinweg geboten.

Dämmen mit Cellulosefasern

Um die Nachhaltigkeit bei einer Wärmedämmung zu gewährleisten, ist der Einsatz von Cellulosefasern von Bedeutung. Für eine ökologische Vorgehensweise muss zum einen die Energieeinsparung, die der Dämmstoff bewirkt während der Zeit seiner Nutzung, berücksichtigt werden. Doch auch der Verbrauch an Ressourcen zum Gewinnen sowie auch zur Herstellung des Rohstoffes, ist dabei zu beachten. Wichtig sind später auch Transport, Einbau und Entsorgung. Für all diese Faktoren bietet eine Dämmung aus Cellulosefasern viele Vorteile.

Diese Fasern sind Rohstoffe, die natürlich sind und nachwachsen, was bedeutet, dass sie nicht aus jenen fossilen, endlichen Rohstoffen gewonnen werden, was mit einem hohen Potenzial an CO2 zusammenhinge.

Besonders gut sind recyclebare Dämmstoffe wie „Climacell“- Cellulosefasern, wobei sich der Energieaufwand auf sehr niedriger Stufe hält.

Das Ausgangsmaterial dabei ist Papier, das selbst schon aus einem nachwachsenden Rohstoff hergestellt wird- nämlich Holz. Ausschließlich aus Zeitungspapier, das in Druckereien als Abfall gilt, wird zur Herstellung der Fasern genutzt. Es wird also kein weiterer Baum für diese Herstellung gefällt, da mithilfe eines Spezialverfahrens das Zeitungspapier zu Cellulosefasern verarbeitet wird.

Der bei sonstigen Plattenmaterialien auftretende Verschnitt, bleibt unter Einsatz von Cellulosefasern in der Verarbeitung aus. Lose und direkt über den Hohlräumen fügen sich die Fasern ein. Während Platten dabei zugeschnitten werden müssten, wird der Stoff hier ganz einfach eingeblasen. Das bewirkt außerdem noch, dass weder zusätzliche Spalten noch Ritzen in der Dämmschicht entstehen können, was möglicherweise sonst unerwünschte Wärmebrücken und, damit verbunden, Energieverluste bedeuten würde.

Auch zum Raumklima tragen die Fasern das Beste bei, da sie emissionsfrei sind. Somit belasten sie die Raumluft nicht. Der natürliche Werkstoff ist außerdem atmungsaktiv und reguliert dadurch die Feuchtigkeit im des Raumes.

Wer später auch im Außenbereich, auf natürliche Mittel zurückgreifen kann, hat vor allem bei der richtigen Behandlung von Holz vieles zu beachten. Weniger die chemisch zusammengesetzten Öle und Lackierungen, sondern naturgetöntes Öl, ist da eine gute Alternative, um an die ökologischen Cellulosefasern anzuschließen. Dementsprechend naturgetönt, ist beispielsweise Bangkirai-Öl, das besonders auch für Edelhölzer im Außenbereich zum Einsatz kommen kann.

Mit diesen Mitteln und Helfern kann der Bau also beginnen.

Heizkosten sparen dank Holzfassade

Schon im Physikunterricht in der sechsten Klasse lernen Schüler, dass Holz nur sehr schlecht Wärme oder Strom leitet. Diese Resistenz weist Holz als optimale Lösung für die Isolierung von Häusern im Sinne der neuen Energiesparverordnung aus. Mit einer zusätzlichen Wärmedämmung halten Holzfassaden das Mauerwerk frostfrei und verhindern den Energieverlust. Sie sind verhältnismäßig einfach zu montieren; ambitionierte Heimwerker dürften der Aufgabe gewachsen sein ihr Haus in Eigenregie nach den neuesten Kriterien der Energiesicherung zu gestalten, da die ursprüngliche Fassade des Hauses nicht verändert werden muss. Die Holzfassade wird einfach vor das Mauerwerk gehängt.

Der Staat unterstützt motivierte Eigenheimbesitzer mit zinsgünstigen Krediten der Kreditanstalt für Wiederaufbau und bietet so einen weiteren Anreiz sein Heim den neusten Standards entsprechend auszubauen.

Die Bauherren haben die Wahl zwischen zwei Typen von Holzfassaden: zum einen können Bretter verwendet werden, um dem Haus ein neues Gewand zu verpassen, zum anderen können großflächige Platten angebracht werden. In Deutschland sind Bretter die vorherrschende Methode. Verlegt man sie vertikal, strebt das vorher biedere Einfamilienhaus auf einmal dem Himmel entgegen, verlegt man sie horizontal, können bestimmte Gebäudeteile stilistisch akzentuiert werden. Baumarkt-Bohèmiens könnten dazu neigen, die Bretter diagonal anzubringen und damit für Erstaunen in der heimatlichen Reihenhaussiedlung sorgen.

Völlig neue Akzente setzt die revolutionäre Idee, künftig Häuser mit Holzplatten anstatt mit Holzbrettern zu verkleiden. Sie setzen weniger auf Provokation, wie beispielsweise diagonal verlegte Bretter, sondern verwöhnen das Auge mit einem flächigem, ruhigem Gesamteindruck.

Der geneigte Häuslebauer sollte dabei jedoch nicht auf jede x-beliebige Holzplatte hereinfallen, sondern sie erst einmal intensiv auf Herz und Lunge überprüfen. Die gemeinen Sperrholz,-Weichfaser,- oder Spanplatten halten den Witterungsbedingungen oft nicht stand und sorgen so für großen Frust. Die Ferraris unter den Isolierungsholzplatten hingegen sind dreischichtige Massivholzplatten oder zementgebundenen Spanplatten, die, einmal an die Hauswand montiert, zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk ihren Dienst verrichten und ihren Besitzer jeden Tag auf’s Neue ein Lächeln auf’s Gesicht zaubern dürften.