Steildächer dämmen

Ein guter Zeitpunkt um ein Dach zu dämmen ist, wenn der Dachraum ausgebaut wird oder eine neue Dacheindeckung nötig ist. Es gibt verschiedene Methoden ein Steildach zu dämmen.

Es soll ein zusätzlicher Wohnraum her, also wird der Dachboden ausgebaut. In diese Situation eignet sich eine kostengünstige Wärmedämmung, die von der Innenseite  zwischen den Sparren angebracht wird. Dies kann auch ganz einfach selbst durchgeführt werden, jedoch muss auf Ausführung und Sorgfalt geachtet werden. Allerdings treten bei älteren Gebäuden oft Probleme bei nicht vorhandenen Unterspannbahnen oder stattdessen eine angebrachte dampfdichte Bitumenbahnen auf. Hierbei sollte man sich nicht scheuen einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

Die EnEV 2009 schreibt die Stärke eines Dämmstoffs vor. Wenn bei einer Sanierung des Hauses mehr als 10% der Fläche betroffen sind muss eine Dämmstoffdicke von 180 – 220 Millimetern verwendet werden. Hingegen bei einem Ausbau des Dachgeschoss der größer ist als 15m2 muss eine Stärke von 200- 240 mm angebracht werden. Flexible Faserdämmstoffe sind hervorragend für die Steildachdämmung zwischen den Balken.

Diese Dämmmaterialien müssen vor Nässe geschützt werden, sonst kann die Funktionstüchtigkeit beeinträchtigt werden. Die Feuchtigkeit kann auch dem tragenden Gebälk schaden zuführen. Deshalb sind moderne Konstruktionen so aufgebaut, dass die äußeren Schichten wasserdampfdurchlässiger sind als die Inneren, sodass die Feuchtigkeit nach außen trocknen kann. An der Innenseite reguliert eine Dampfbremsfolie oder –pappe das Eindringen von Wasserdampf aus der Raumluft. Die wasserdampfdurchlässige Unterspannbahn an der Außenseite schützt vor Flugschnee und Regen.

Falls der Dachboden schon ausgebaut wurde kommt eine Innendämmung nicht in Frage. Eine Außendämmung kann eine unzureichende Zwischensparrendämmung verbessern und verkleinert zusätzlich nicht den Wohnraum. Außerdem kann dieser während der Sanierung bewohnt bleiben. Für diese Sanierungsmethode bieten viele Hersteller spezielle Systeme mit feuchtevariablen Dampfbremsen an. Die Durchführung sollte jedoch ein Profi übernehmen. Die lückenlose wärmende Hülle der Aufsparrendämmung ist die beste, aber auch teuerste Methode ein Dach zu dämmen. Jedoch erhöht sie das Dach, dies kann bei Doppelhaushäusern problematisch werden.

Kommentieren