Mit Biomüll heizen

Was bei vielen Menschen einfach in der Biotonne landet, könnte Ihnen eigentlich dabei helfen, maßgeblich Kosten für Gas oder Erdöl zu sparen. Es mag absurd klingen, aber vieles von dem was im Biomüll landet eignet sich hervorragend als Brennstoff.

Die fossilen Brennstoffe wie Kohle oder Erdöl sind klimaschädigend und aufgrund der voranschreitenden Ressourcenknappheit tendenziell steigend im Preis. Was böte sich also mehr an, als auf andere Brennstoffe umzusteigen und so Geld zu sparen und und die Umwelt zu schonen?

Ast- und Zweigmaterial, Heu, Stroh, Getreide- und andere Pflanzenreste brennen prima und vor allem klimaneutral. Und: Es wird nicht mehr Kohlendioxid ausgestoßen, als die Pflanze während des Wachstums aufgenommen hat.

Leider reicht der Hausbiomüll von Lieschen Müller nicht um ihr ganzes Heim zu beheizen, doch es gibt kostengünstige, ja teilweise sogar kostenlose Alternativen: Sollten Sie auf dem Land wohnen, so sind Ernterückstande von den Feldern ebenso empfehlenswert wie Holzreste aus dem örtlichen Sägewerk. Diese werden Ihnen die Besitzer gegen einen kleinen Obolus überlassen, gegebenenfalls sogar schenken. Auf diese Weise haben alle etwas davon, die Bauern werden ihren Abfall los, Sie können günstig heizen und die Umwelt wird nicht weiter mit CO2-Abgasen verdreckt – eine win-win-Situation.

Eine weitere Möglichkeit aus Müll Geld oder im folgenden Beispiel Gas zu machen ist, die Exkremente von Nutztieren zu Biogas zu vergären. Kein Tipp für den Privatmenschen, aber für große, ländliche Gebiete durchaus interessant. In einem Blockheizkraftwerk kann aus diesen Gasen Strom und Wärme für die Heizung zu Hause erzeugt werden. Der Münchner Tierpark Hellabrunn versorgt auf diese Weise 120 Haushalte mit Ökostrom, gewonnen aus dem Mist von Elefanten, Lamas, Orang-Utans und anderen Zoobewohnern. Deren Käfige wiederum werden mit der Abwärme geheizt.

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