Die optimale Wärmedämmung von Wintergärten

Der Wintergarten kann als hocheffektive Solaranlage konzipiert werden, die solare Energiegewinne im kWh-Bereich produziert. Wenn er zusätzlich gut wärmegedämmt ist, wird bei optimaler Bauweise in der kühleren Jahreszeit eine Zusatzheizung kaum oder gar nicht benötigt. Bei geringer Sonneneinstrahlung beziehungsweise nachts muss er allerdings stärker beheizt werden als ein normaler Kompaktbau. Der Wärmedämmung kommt also eine hohe Bedeutung zu.

Wintergarten und Energieeinsparverordnung (EnEV)
Die EnEV stellt an bewohnbare Wintergärten bestimmte Anforderungen, es sei denn, es handelt sich um reine Zweckbauten vorrangig zum Überwintern empfindlicher Pflanzen. Diese erreichen im Winter eine Temperatur von < 12° C und müssen nicht nach EnEV wärmegedämmt werden. Dasselbe gilt für Wintergärten, die jährlich höchstens für vier Monate als Wohnraum genutzt werden und/oder eine Nutzfläche von < 15 m² aufweisen. Der Mindestwärmeschutz ist aber in jedem Fall einzuhalten. Sollte der Wintergarten bei Neubauten zur beheizten Gebäudehülle gehören und/oder eine Nutzfläche von > 50 m² aufweisen, ist der Primärenergiebedarf nachzuweisen.
Im kleinen Wohn-Wintergarten wird ein maximaler U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) vorgegeben. Das betrifft Flächen von 15 bis 50 m², die auf > 19° C beheizt und im Sommer mindestens zwei Monate gekühlt werden. Der U-Wert bewegt sich in diesem Fall zwischen 2,0 W/m²K für das Glasdach und 0,30 W/m²K für die Wände und die Bodenplatte. Massive Außenwände sollen gar mit 0,24 W/m²K gedämmt werden, bei transparenten Seitenwänden genügen 1,5 W/m²K.

Realisierung der Wärmedämmung
Die Wärmedämmung für einen Wintergarten muss für die Gesamtkonstruktion inklusive Verglasung, Profilkonstruktion und Randverbund gewährleistet werden. Diese Anforderungen lassen sich mit modernen Materialien und professioneller Bauausführung realisieren. Der größte Fokus liegt auf dem verwendeten Glas, das den Hauptanteil der Baubestandteile ausmacht. Es wird spezielles Wärmedämmglas verwendet, das einerseits viel Licht durchlässt, um die Sonneneinstrahlung optimal zu nutzen, andererseits über einen niedrigen U-Wert < 1,9 verfügt. Um die Wärmeisolierung zu gewährleisten, werden Scheibenzwischenräume mit Isoliermaterialien wie Edelmetall gefüllt. Auch müssen Dach, Wände, Fenster und Türen eines Wintergartens absolut dicht sein, was nur durch perfekte Passformen und elastische Abdichtungen erreicht wird. Innerhalb der Rahmenprofile wird daher Silikon oder Kautschuk verwendet, diese Materialien ermöglichen hervorragende Wärmedämmwerte.

Weitere Informationen auf www.mein-haus-mein-garten.de.

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