Das ‘green:house’ in Weimar

Am 19. Juli wurde der Öffentlichkeit anlässlich der Energie-Tour der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, zum ersten Mal ein Haus aus Holzbeton vorgestellt. Das dreistöckige Passivhaus entstand auf dem Campus der Bauhaus-Universität Weimar.

Sehr energiesparend ist das „green:house“, für das der neue Baustoff aus Fichtenschnipseln und Zement an der Fakultät Architektur an der Bauhaus-Universität das erste Mal weltweit auf diese Weise verwendet wurde. Die Leitung des Projektes übernahmen dabei Prof. Mag. Arch. Walter Stamm-Teske und die Helika GmbH aus Reutlingen. In enger Zusammenarbeit mit vielen Partnern sowohl aus Industrie als auch aus Forschung wurden die Eigenschaften des Holzbetons während des Projektes in praktischer Anwendung genau ausgetestet und beobachtet. Das „green:house“, dessen Bau, so gab man an, in etwa 750 000 Euro in Anspruch genommen hat, soll zukünftig als studentisches Atelier und Bürogebäude genutzt werden.

Weder eine Heizung im Winter, noch eine Kühlung im Sommer werden wie sonst eigentlich üblich und als normal empfunden, für das ökologische Haus benötigt, dass eine besondere Wärmedämmung besitzt. Der Baustoff erfüllt nämlich ein sehr wichtiges Kriterium des zukünftig angestrebten Bauens, was die energetische Eigenschaften von Materialien betrifft und ist zudem noch sehr simpel zu verarbeiten. Der Holzbeton wird nur aus Holzhäckseln und Zement als Bindemittel angefertigt. Zusammen mit der Holzrahmenbauweise wie bei Fertighäusern, ergeben sich daraus bauphysikalische Eigenschaften, die es durchaus auch mit den Massivbaukonstruktionen aufnehmen können.

Das Gebäude auf dem Campus der Bauhaus-Universität, plante man unter Einhalten der Anforderungen des Passivhausstandards. Nun ist der Experimentalbau so weit, dass er mit seiner besonders guten Energieffizienz, in Gebrauch genommen wird.

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